Unser Beitrag: Wir verbinden Sensorauswahl, Funkanbindung und Datenplattform. Gemeinsam mit Meldeeimer führen wir Messwerte und Bürgermeldungen zusammen.
Das Problem
Wer mit dem Altpapier zum Container geht, steht zu oft vor einem vollen Behälter. Die Leerung folgt einem festen Plan, nicht dem Bedarf. Und weder die Bürgerinnen und Bürger noch die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen hatten bisher eine Datengrundlage, um das zu ändern.
Zwei Wege, ein Ziel
Das Projekt ist ein Testlabor für die Stadtreinigung. Wir erfassen Füllstände auf zwei Wegen gleichzeitig und finden heraus, welche Methode wann die bessere ist.
Ultraschallsensoren im Container messen alle 15 Minuten den Füllstand und funken ihn über LoRaWAN oder NB-IoT in unsere Datenplattform. Dazu kommen Batteriespannung, Temperatur und Alarmzustände.
QR-Codes an jedem Container erlauben es, mit zwei Fingertipps zu melden: voll, beschädigt, wilder Müll daneben. Ohne App, ohne Anmeldung. Dieser Teil entsteht gemeinsam mit dem Team von Meldeeimer, das den Ansatz bereits in anderen Städten einsetzt.
Beide Datenquellen fließen zusammen: in eine öffentliche Karte unter papier-ob.de und in der Stadt-Oberhausen-App, und in interne Dashboards für die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen, die damit ihre Leerungstouren planen können.
Was wir dabei gemacht haben
- Vergleich von Sensoren verschiedener Hersteller und Auswahl der passenden Modelle für Papier- und Glascontainer
- Messung der Funkabdeckung im Stadtgebiet gemeinsam mit der Energieversorgung Oberhausen, die das LoRaWAN-Netz betreibt
- Montage und Wartung der Sensoren an allen Standorten, inklusive Austausch und Neustart bei Ausfällen
- Aufbau der Datenplattform mit Zeitreihendatenbank, Schnittstellen und Dashboards
- Öffentliche Karte, Meldeformular und eine offene Datenschnittstelle für weitere Anwendungen
Das Projekt ist im Co-Creation-Fund der Smart City Oberhausen entstanden. Die Stadt dokumentiert den Ansatz und verlinkt die öffentliche Karte in ihrer Übersicht der geförderten Projekte.